Videoclip: Anlagenschema einer Biomasseheizung - Prinzip
Videoclip: Elemente einer Biomasse-Heizungsanlage
Videoclip: Das Strangregulierventil im Detail
  1. Videoclip: Anlagenschema einer Biomasseheizung - Prinzip

    Länge: 9.25 Min.
    Aufnahmeort: Technikraum Bioenergy 2020+ GmbH, Wieselburg
    Filmsetting: Zeichnung und Erläuterung des Anlagenschemas am Flipchart; ergänzende filmische Elemente (Wechseln zum Brennstoffbunker und zum Kessel)
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 3.5.1, 3.5.6, 3.5.8
    Inhalt: Die einzelnen Komponenten einer Biomasseheizung werden erklärt und Schritt für Schritt gezeichnet, sodass ein gesamtes Anlagenschema entsteht. Die Komponenten sind:
    1. Brennstoffbunker (hier wird der Brennstoff oberirdisch eingebracht und gelagert)
    2. Austragungsschnecke (Transport des Brennstoffs zum Heizkessel)
    3. Wärmeerzeuger (Heizkessel)
    4. Rücklaufanhebung
    5. Wärmeverteilung (Heizkörper oder Fußbodenheizung)
    6. Wärmespeicherung (Pufferspeicher)
    7. Sicherheitseinrichtungen
    Die Rücklaufanhebung ist im Fall der gezeigten Anlage auf 65 Grad eingestellt (bei Kleinanlagen sind auch 50 Grad ausreichend). Bei zu niedrigen Rücklauftemperaturen resultieren thermische Spannungen des Kessels, was zu einer Schädigung des Kessels führen kann. Der Pufferspeicher wird eingesetzt, um einen Taktbetrieb des Kessels zu vermeiden, sodass der Kessel möglichst lange bei Vollast betrieben werden kann (dies reduziert Emissionen im Vergleich zum Taktbetrieb). Die Sicherheitseinrichtungen treten bei kritischen Anlagenzuständen in Aktion. Das Sicherheitsventil öffnet bei einem bestimmten Ansprechdruck (meistens 3 bar). Dies kann dann eintreten, wenn das Ausdehnungsgefäß kein Wasser mehr aufnehmen kann bzw. die Druckhalteeinrichtung nicht mehr arbeiten kann. Das Sicherheitsventil ist im Vorlauf eingebaut. Das Ausdehnungsgefäß soll in der Rücklaufleitung in der Nähe des Pufferspeichers eingebaut sein. Der Kessel hat als Sicherheitseinrichtungen noch eine thermische Ablaufsicherung und einen Sicherheitstemperaturbegrenzer. Die thermische Ablaufsicherung wird bei einer hohen Temperatur des Kesselwasser (95 Grad) aktiviert und kühlt Kessel (zusätzlicher Wärmetauscher im Kessel, kaltes Wasser wird hier durchgeschickt). Der Sicherheitstemperaturbegrenzer schaltet den Kessel über einer bestimmten Temperatur ab.

  2. Videoclip: Elemente einer Biomasse-Heizungsanlage

    Länge: 10.26 Min.
    Aufnahmeort: Technikraum Bioenergy 2020+ GmbH, Wieselburg
    Filmsetting: Anlagenbegehung
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 3.5.1, 3.5.6, 3.5.8
    Inhalt: Die einzelnen Komponeten einer Biomasse-Heizungsanlage werden im Zuge einer Anlagenbegehung gezeigt und erklärt:
    1. Hackgutlager mit Rührwerk und Austragungsschnecke inkl. Rückbrandsicherung (über einer bestimmten Temperatur wird die Austragungsschnecke geflutet)
    2. Blick in die Brennkammer: man erkennt die Einschubschnecke hinten, vorne die Ascheaustragung und die Schamottverkleidung
    3. Zündgebläse
    4. Sicherheitseinrichtungen beim Kessel: Sicherheitstemperaturbegrenzer, thermische Ablaufsicherung, Sicherheitsventil
    5. Vorlaufleitung der Heizung
    6. Pufferspeicher
    7. Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen): Primärkreis für die Rücklaufanhebung, Sekundärkreis für die Heizung
    8. Temperaturanzeigen Vorlauf, Rücklauf
    9. Drucksensor für die Drucküberwachung
    10. Filter für das Heizungswasser, Eisenpartikeln (z.B. durch Schweißen der Pufferspeicher eingetragen) werden magnetisch abgeschieden
    11. Wärmemengenzähler, dieser ist im Rücklauf eingebaut. Durch Messung der Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf und des Volumenstroms wird die aktuelle Wärmeleistung errechnet
    12. Strangregulierventile: wenn alle Strangregulierventile offen wären, ist das ein Zeichen dafür, dass der hydraulische Abgleich nicht durchgeführt wurde
    13. Schwerkraftbremse zum Verhindern von Rückzirkulation, wenn die Umwälzpumpe nicht läuft
    14. Plattenwärmetauscher, Systemtrennung zwischen zwei Heizkreisen
    15. Temperatursensor und Sicherheitstemperaturbegrenzer bei der Fußbodenheizung
    16. Druckhalteeinrichtung

  3. Videoclip: Das Strangregulierventil im Detail

    Länge: 6.33 Min.
    Aufnahmeort: Büro Bioenergy 2020+ GmbH, Wieselburg
    Filmsetting: Interview, während dessen ein Schnittmodell eines Strangregulierventils gezeigt und erklärt wird
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 3.5.13
    Inhalt: Beim hydraulischen Abgleich einer Heizungsanlage werden die Volumenströme der einzelnen Verbraucher bzw. Heizkreise aufeinander abgestimmt, sodass vermieden wird, dass beispielsweise ein Heizkreis überversorgt ist, während ein anderer unterversorgt ist. Die Einstellung der Durchflussmenge wird mit Hilfe eines Strangregulierventils vorgenommen. An einem Handrad kann ein (vorher berechneter) Wert eingestellt werden, der die Öffnung des Strangregulierventils und damit auch die Durchflussmenge reguliert. Ein Schnittmodell eines Strangregulierventils wird gezeigt: Ventilsitz, Dichtring, Anschluss für Entleerung, zwei Messnippel vor und nach dem Ventilsitz für die Messung des Differenzdrucks. Die Durchflussrichtung wird gezeigt. Das Einsetzen der Messnadeln in die Messnippel (zur Durchführung einer Messung des Differenzdrucks) wird gezeigt. Der Volumenstrom kann bei bekanntem Differenzdruck, Handradposition und Dimension des Ventils berechnet werden. Das Strangregulierventil wird in der Regel in der Rücklaufleitung eingebaut, um übermäßige Temperaturbelastung zu vermeiden.