Videoclip: Luftdichte Rohrdurchführung ungedämmter Rohre und Kabel
Videoclip: Luftdichte Rohrdurchführung vertikal laufender Rohre
Videoclip: Die Luftdichtheit von Brandschutzmanschetten und Brandschotts
Videoclip: Die luftdichte Durchführung von Rohren in Eckbereichen
Videoclip: Luftdichtheitsmessung 1–Grundlagen
Videoclip: Das Passivhaus in der Praxis - Teil 4: Luftdichtheit 1–Ausführungsbeispiele
Videoclip: Das Passivhaus in der Praxis - Teil 5: Der Luftdichtheitstest
Videoclip: Einbau einer Balkontür 1–Teil 1: Transport und Demontage
Videoclip: Einbau einer Balkontür 1–Teil 2: Der Glattstrich
Videoclip: Einbau einer Balkontür 1–Teil 3: Vorbereiten des Türstocks
Videoclip: Einbau einer Balkontür 1–Teil 4: Einsetzen des Türstocks; Anbringen des Kompribands
Videoclip: Einbau einer Balkontür 1–Teil 5: Herstellen der Luftdichtheit
Videoclip: Einbau einer Balkontür 1–Teil 6: Abschließende Arbeiten
  1. Videoclip: Luftdichte Rohrdurchführung ungedämmter Rohre und Kabel

    Länge: 8.41 Min.
    Aufnahmeort: Büro Hausmann, Böheimkirchen; Passivhaustagung 2013, Frankfurt
    Filmsetting: Erklären von Fotos am Bildschirm, Erläuterungen von Produkten anhand eines Modellaufbaus
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.2
    Inhalt: Mangelhafte Ausführungen bei der Durchführung von ungedämmten Rohren und Kabeln bestehen darin, dass das Rohr einfach wild“ abgeklebt wird oder indem um die Rohre herum ausgeschäumt wird. Es werden Beispiele für derartige mangelhafte Ausführungen gezeigt. Wenn hier Fehler gemacht werden, die erst bei der Luftdichtheitsmessung erkannt werden, sind diese nachträglich schwer zu beheben. Empfehlenswert ist die Verwendung von Manschetten, um die Luftdichtheit von (ungedämmten) Rohren und Kabeln herzustellen, welche gezeigt werden. Es gibt verschiedene Arten von Manschetten mit EPDM-Gummis, die über das Rohr geschoben werden (wie Leerrohr-Manschetten oder Kabelmanschetten für einzelne oder mehrere Leerrohre oder Kabel). Es gibt auch Kabel- oder Leerrohrmanschetten für den nachträglichen Einbau. Für Durchführungen an Außenbetonwänden sind RDS Durchführungen zu empfehlen. Auf die planerische Regel, möglichst wenige Durchdringungen an möglichst wenigen Stellen vorzusehen, wird hingewiesen.

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  3. Videoclip: Luftdichte Rohrdurchführung vertikal laufender Rohre

    Länge: 4.49 Min.
    Aufnahmeort: Büro Hausmann, Böheimkirchen; Passivhaustagung 2013, Frankfurt
    Filmsetting: Erklären von Fotos am Bildschirm, Erläuterungen von Produkten anhand eines Modellaufbaus
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.1
    Inhalt: Die wesentliche planerische Regel besteht darin, möglichst wenige Durchdringungen an möglichst wenigen Stellen vorzusehen. Günstig ist eine Durchdringung in der Bodenplatte, die vergossen werden kann. PU-Schaum ist für abdichtende Maßnahmen nicht geeignet. Problematisch ist, wenn es viele Durchdringungen gibt und wenn Leitungen in einem (zu) kleinen Technikschacht eng beeinanderliegen. Folgende Lösungen sind empfehlenswert:
    1. Anbringen einer steifen Dämmplatte oder Holzplatte als Schalung, Erstellen von Bohrungen für die jeweiligen Leitungen, Ausgießen der Durchführung mit Fließestrich oder Abkleben der einzelnen Leitungen mit dehnbaren Klebebändern (nur bei Holzplatte sinnvoll).
    2. Ausschäumen der Hohlräume mit Weichzellschaum, Abschneiden der überschüssigen Schaumteile, Spachteln der Fläche mit spezieller Dichtmasse
    3. Herstellen von Brandabschlüssen aus Weichschott oder Brandschutzmörtel. Hinsichtlich der Luftdichtheit sind jene Art vonBrandschotts nicht geeignet, die erst im Brandfall ihre Dichtheit erreichen.
    Die dritte Variante ist im Gegensatz zu den ersten beiden bei Bestehen von Brandschutzanforderungen geeignet.

  4. Videoclip: Die Luftdichtheit von Brandschutzmanschetten und Brandschotts

    Länge: 2.27 Min.
    Aufnahmeort: Büro Hausmann, Böheimkirchen
    Filmsetting: Erklären von Fotos am Bildschirm, ergänzende Standbilder
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.1
    Inhalt: Eine Brandschutzmanschette drückt im Brandfall das Rohr durch Aufblähen nach innen ab ("Rohrwürgemanschette"). Hier ist die Industrie gefordert, geeignete luftdicht einbaubare Brandschutzmanschetten zu entwickeln. Ein Weichschott besteht aus Steinwolle mit einem Überdeckungsanstrich, der als Brandschutz wirkt. Ein Weichschott ist jedoch nicht notwendigerweise luftdicht (Aussage im Film: Weichschotts sind zu 50% nicht luftdicht). Im Falle eines Hartschotts wird die Restöffnung zwischen Deckendurchbruch und Rohrleitungen mit Brandschutzmörtel verfüllt. Hartschotts sind in der Regel luftdicht.

  5. Videoclip: Die luftdichte Durchführung von Rohren in Eckbereichen

    Länge: 3.21 Min.
    Aufnahmeort: Büro Hausmann, Böheimkirchen; Pädagogische Hochschule Innsbruck (Vortrag)
    Filmsetting: Erklären von Fotos am Bildschirm, Vortrag
    Inhalt: Rohrdurchführungen in Ecken sind dann problematisch, wenn nicht ausreichend Platz für eine luftdichte Abdichtung gelassen wird (Zwischenräume können schwer erreicht und daher abgedichtet werden). Dies ist also in der Planung entsprechend zu berücksichtigen. Wenn nicht sorgfältig geplant wurde, kann noch versucht werden, mit Schaum oder durch Verspachteln Luftdichtheit zu erreichen, aber ohne Erfolgsgarantie. Beim Spachteln ist wichtig, dass der Handwerker eine entsprechend schmale Spachtel verwendet.

  6. Videoclip: Luftdichtheitsmessung – Grundlagen

    Länge: 7.08 Min.
    Aufnahmeort: Messe während der Passivhaustagung 2013, Frankfurt.
    Filmsetting: Erläuterung vor einem Gerät zur Luftdichtheitsmessung (Messestand)
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.12
    Inhalt: Das grundsätzliche Prinzip der Luftdichtheitsmessung wird anhand des aufgebauten Geräts und einer eingeblendeten Skizze erklärt. Bei definiertem Über- oder Unterdruck wird der Leckage-Volumenstrom gemessen und der Bezug zum Gesamtvolumen hergestellt. Relevant für die Passivhausprojektierung bzw. die Einhaltung der Passivhauskriterien ist der n50 Wert (Leckage-Volumenstrom durch Gebäudevolumen bei 50 Pascal Über- oder Unterdruck; ermittelt durch mehrere Messungen bei verschiedenen Drücken und Erstellen einer Regressionsgerade). Nach Erläuterung des grundlegenden Prinzips der Luftdichtheitsmessung werden noch verschiedene weitere Aspekte besprochen: Bedeutung der Leckagensuche. Faustformel, um aus dem gemessenen n50-Wert auf die Gesamtfläche der Leckage zurückzurechnen. Hinweis darauf, dass man durch den Test keine Aussage über die Verteilung der Leckagen über die Gebäudehülle und die Größe der Leckagen (z.B. wenige große oder viele kleine Leckagen) hat. Erörterung, wo der Ventilator eingebaut werden kann und wann im Bauablauf gemessen werden sollte. Empfehlung, den Ventilator in die Terrassentür einzubauen, sie ist meist sehr dicht. Oder aber in der Eingangstür, denn der Ventilator samt Einbaufolie ist selbst ein wenig undicht und spiegelt damit das Verhalten einer realen Tür wider. Die Stift-Regel für die Luftdichtheit wird erläutert (man sollte mit einem Stift die luftdichte Ebene rund um das Gebäude ohne Unterbrechungen ziehen können). Schlüsselfrage am Beispiel Keller: Ist er innerhalb oder außerhalb der luftdichte Ebene?

  7. Videoclip: Das Passivhaus in der Praxis - Teil 4: Luftdichtheit – Ausführungsbeispiele

    Länge: 22.37 Min.
    Aufnahmeort: Büro Schöberl&Pöll GmbH
    Filmsetting: Vortrag (bzw. Simulation eines Vortrags) für die Örtliche Bauaufsicht
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.1, 2.9.2, 2.9.13
    Inhalt: Zuerst wird auf die Bedeutung dessen hingewiesen, dass es einen Plan mit der eingezeichneten luftdichten Ebene auf der Baustelle gibt (der Baupolier muss einen derartigen Plan verfügbar haben). Im Bereich der luftdichten Ebene müssen die verschiedenen Gewerke, die hier Arbeiten durchführen (wie Elektriker, Haustechniker) besonders sorgfältig vorgehen. Anschließend wird ein Bild mit zwei Fehlern gezeigt (Verklebungen von Luftdichtheitsbändern bei Fenstern). Der erste Fehler besteht darin, dass ein Winkel zur Fixierung eines Fenster zu wenig breit überklebt wurde (Band soll 5 – 6 cm ungestört kleben). Beim zweiten Fehler wurde der Übergang von Materialien nicht sorgfältig genug abgeklebt, sodass hier Luft eindringen kann. Man müsste in diesem Beispiel die Verklebung entlang der Kante aufschneiden und sorgfältig über die Kante kleben. Weiters ist die Anwendung eines Primers (Voranstrich) wichtig, um Staub zu binden und so für entsprechende Klebewirkung der Bänder zu sorgen. Verschiedene Luftdichtheitsbänder (mit unterschiedlichen Qualitäten) werden gezeigt. Wichtigstes Kriterium für Test auf der Baustelle: Kann man das Klebeband herunterreissen? Luftdichte Durchführung von gedämmten Heizungs- oder Warmwasserrohren an einer Decke (z.B. Kellerdecke) werden besprochen. Es gibt diesbezüglich zwei Möglichkeiten:
    1. Kabelbinder um die Dämmung zurren. Vor dem Ausgießen der Decke sollte ein Dokumentationsfoto erstellt werden.
    2. Anbringen eines Weichschotts, der direkt an der Rohrleitung anliegt. Die Dämmung muss dort, wo der Weichschott anliegt, aufgeschnitten werden. Es wird auch hinterfragt, ob ein Weichschott überhaupt luftdicht ist. Empfehlung: zweimaliges Netzen des Weichschotts. Generell ist ein ausreichender Abstand der Rohre wichtig, um Luftdichtheit herzustellen. Andernfalls entstehen kleine Zwischenräume zwischen den Rohren, die für Abdichtungsarbeiten schwer erreicht werden können.
    Das Thema luftdichter Durchdringungen von Elektroleitungen wird besprochen. Es sollte zunächst darauf geachtet werden, dass die luftdichte Ebene an möglichst wenig Stellen durchdrungen wird (z.B. durch Integration des E-Raums in die luftdichte/warme Hülle). Falls viele E-Leitungen die luftdichte Ebene durchdringen, ist die Verwendung einer Schaltafel empfehlenswert, in die für die einzelnen Kabel in definierten Abständen Löcher gebohrt werden.

  8. Videoclip: Das Passivhaus in der Praxis - Teil 5: Der Luftdichtheitstest

    Länge: 14.11 Min.
    Aufnahmeort: Büro Schöberl&Pöll GmbH
    Filmsetting: Vortrag (bzw. Simulation eines Vortrags) für die Örtliche Bauaufsicht
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.12
    Inhalt: Es sollten mindestens zwei Luftdichtheitsmessungen bei einem Gebäude gemacht werden. Die erste Messung wird bei Einzelwohnung bzw. einem Einzelraum gemacht und dient zum Trainieren des Fenstereinbaus. Dadurch kann erreicht werden, dass ein Fenster richtig luftdicht eingebaut wird und damit wird vermieden, dass sich ein bestimmter systematischer Fehler beim Fenstereinbau durch alle Fenster eines Gebäudes hindurchzieht. Beim Musterraum sollte eine höhere Anforderung an die Luftdichtheit erfüllt werden (d.h. ein niedrigerer n50- oder q50-Wert), da sich beim Musterraum die beteiligten Gewerke noch besonders bemühen, sich aber später, nach dem Einbaus bereits vieler Fenster, sich Fehler bzw. Unachtsamkeiten einstellen können. Die zweite Luftdichtheitsmessung betrifft die gesamte Gebäudehülle. Der Nachweis der Luftdichtheit gemäß Passivhausprojektierung oder gemäß Energieausweis bezieht sich ja auch auf die gesamte Gebäudehülle. Wichtig ist, diese Messungen so früh wie möglich durchzuführen. Die Luftdichtheitsmessung für das Gesamtgebäude sollte dann erfolgen, wenn die Luftdichtheitsebene noch zugänglich ist. Dann können Fehler noch ausgebessert werden. Beispielsweise bei Terrassentüren, die unter den Estrich gehen, ist vor dem Einbringen des Estrichs die Luftdichtheit zu überprüfen. Wichtig ist auch, Türen rechtzeitig vor dem Luftdichtheitstest zu bestellen, da hier lange Lieferzeiten auftreten können. Häufige Mängel bei der Messung von Musterwohnungen werden gezeigt. Diese werden häufig zu den Nachbarwohnungen hin provisorisch mit Gipskartonplatten beplankt. Entsprechende Leckagen zu den Nachbarwohnungen sind daher zu vermeiden. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, wenn Rohre zu dicht nebeneinander liegen oder wenn ein Rohr zu knapp an einer Wand anliegt (dann können die Abdichtungsarbeiten nicht sorgfältig genug ausgeführt werden, da die Zwischenräume zu klein sind). An Stellen, an denen eine Gipskarton- oder OSB-Platte am Boden anliegt, ist der Boden oft rau und uneben. Hier gilt die Empfehlung, zuerst eine Nahtpaste am Boden aufzutragen (diese stellt eine dauerhafte Verbindung mit dem Boden her), bevor mit einem Luftdichtheitsband abgeklebt wird. Es soll hier nicht gespachtelt werden, da sich die Spachtelung vom Untergrund ablösen kann. Es wird darauf hingewiesen, dass Silikon für dauerhaft luftdichte Verbindungen nicht geeignet ist. Anstelle von Silikon sollte im Bodenbereich Nahtpaste verwendet werden (siehe oben), im Bereich von Türzargen luftdichte Schäume. Zwei geeignete Produkte (luftdichte Schäume) werden vorgestellt. Der Schaum muss benetzt werden, damit er aufgeht. Nach dem Ausschäumen muss nicht mehr über die zu dichtende Stelle gespachtelt werden. Wenn man an einem Putz im Bereich der Innenwand ein Luftdichtheitsband anklebt, sollte dies vor Spachteln passieren und ein Klebeband verwendet werden, das überspachtelbar ist.

  9. Videoclip: Einbau einer Balkontür – Teil 1: Transport und Demontage

    Länge: 5.19 Min.
    Aufnahmeort: Wohnung in Wien
    Filmsetting: Baustellenaufnahme
    Inhalt: Die alte Balkontür wird demontiert. Im Bereich des Türstocks unten wird ein Abdeckblech weggebogen (dieses wird später noch abgeschnitten). Wichtig ist, den alten Türstock möglichst schonend zu entfernen, um beispielsweise Schäden am Putz zu vermeiden. Nachdem der unter dem Türstock sich befindende Untergrund freigelegt ist, ist klar ersichtlich, dass ein Glattstrich angebracht ist.

  10. Videoclip: Einbau einer Balkontür – Teil 2: Der Glattstrich

    Länge: 3.42 Min.
    Aufnahmeort: Wohnung in Wien
    Filmsetting: Baustellenaufnahme
    Inhalt: Die nach der Demontage des Türstocks freigelegte Laibung wird gezeigt. Diese weist eine unregelmäßige und unebene Struktur auf. Vor dem Glattstrich wird die Laibung besprüht, um Staub zu binden, und anschließend abgekehrt. Größere Hohlräume in der Laibung werden mit XPS-Dämmplatten ausgefüllt, kleinere Hohlräume werden ausgeschäumt. Der Mörtel für den Glattstrich wird angerührt und danach entlang der Laibung mit einer Kelle aufgetragen und mit einem Brett abgezogen, sodass eine durchgängig gerade Oberfläche entsteht.

  11. Videoclip: Einbau einer Balkontür – Teil 3: Vorbereiten des Türstocks

    Länge: 3.48 Min.
    Aufnahmeort: Wohnung in Wien
    Filmsetting: Baustellenaufnahme
    Inhalt: Das Luftdichtheitsband wird entlang der Innenseite des Türstocks rundumlaufend verklebt. Der Überstand des Klebebands sollte etwa 5 cm betragen. In den Ecken wird das Klebeband gefaltet bzw. überlappt. Das Luftdichtheitsband weist eine Standardbreite von 7-8 cm auf und könnte auch gestückelt werden, sollte aber an der Stelle, wo es gestückelt wird, 3-4 cm überlappend verklebt werden. Nach dem Ankleben des Luftdichtheitsbands werden Beschläge entfernt (welche später wieder eingesetzt werden) und Löcher für die Halteschrauben (Ziegelschrauben) vorgebohrt. Das Band, mit dem die Tür getragen wurde, wird entfernt.

  12. Videoclip: Einbau einer Balkontür – Teil 4: Einsetzen des Türstocks; Anbringen des Kompribands

    Länge: 9.33 Min.
    Aufnahmeort: Wohnung in Wien
    Filmsetting: Baustellenaufnahme
    Inhalt: Der Türstock wird zunächst grob mit Hilfe von Keilen eingepasst, danach wieder weggetragen. An der Innenseite der Laibung wird dort, wo danach das Kompriband angeklebt wird, ein Primer mit Hilfe einer Spachtel angebracht. Die Spachtel wird deshalb anstelle eines Pinsels verwendet, weil ein Pinsel nach dem Anstreichen mit Primer nicht mehr verwendbar wäre. Das Kompriband wird danach auf die Innenseite der Laibung (auch als "Spalette" bezeichnet) angeklebt. Dieses Band dient zur Gewährleistung von Schlagregendichtheit. Der Türstock wird nun unter Verwendung von kleinen Keilen genau eingepasst und eingerichtet. Oben wird der Türstock mit einer "selbstgebastelten" Klammer fixiert. Alternativ zur Verwendung von Holzkeilen und der Klammer zum Einpassen könnten auch Luftkissen verwendet werden. Der Türstock wird mit langen Halteschrauben (Ziegelschrauben) entlang der Laibung fixiert. Man sieht dann, dass das Kompriband nach einiger Zeit bereits etwas aufgegangen ist. Das Kompriband kann bis zu 3 cm aufgehen, ab 16 mm ist Schlagregendichtheit gewährleistet. Ab dem Moment, ab dem auf das Kompriband keine Spannung mehr wirkt, beginnt es sich auszudehnen. Nach dem Ankleben des Kompribands sollte nach maximal 10 Minuten der Türstock angedrückt werden. Das Kompriband dehnt sich nicht irreversibel aus, d.h. es kann wieder zusammengedrückt werden. Danach wird ein voll aufgegangenes Kompriband gezeigt. Bei niedriger Temperatur dehnt sich das Kompriband langsamer aus, weshalb ggf. im Winter mit einer Heizpistole die Ausdehnung beschleunigt wird. Die Expansionsfähigkeit des Kompribands bleibt erhalten.

  13. Videoclip: Einbau einer Balkontür – Teil 5: Herstellen der Luftdichtheit

    Länge: 7.49 Min.
    Aufnahmeort: Wohnung in Wien
    Filmsetting: Baustellenaufnahme
    Inhalt: Der Zwischenraum zwischen Türstock und Laibung wird ausgeschäumt. Um die Schaummenge zu reduzieren, werden an einigen Stellen XPS-Platten eingesetzt. Bei der Aufnahme des alten Türstocks war die Sturzhöhe schwer einzuschätzen, weshalb nun oben ein größerer Zwischenraum auszufüllen ist. Das Luftdichtheitsband, das bereits vorher (siehe Teil 3) entlang des Türstocks mit demselben verklebt wurde, wird nun auch mit der Laibung verbunden. Dazu wird zuerst Dichtmasse bzw. Kleber an die (vorher glattgestrichene) Laibung aufgebracht, dann das Luftdichtheitsband an diesen Kleber angedrückt und am Rand des Bands mit einer Kelle überstrichen. Das Fixieren des Bands im Eckbereich (Ecke zwischen Sturz und Laibung) ist etwas schwieriger, man erkennt nun, warum vorher das Band an den Ecken des Türstocks überlappend als Schlaufe geklebt wurde. Wichtig ist generell die vollflächige Verklebung mit Dichtmasse. Problematisch im gezeigten Fall ist, dass im Bereich der Schwelle kein Glattstrich gemacht wurde. Es wird hier noch ein zweites Klebeband überlappend angebracht und mit der Dichtmasse mit dem Untergrund verbunden. Allfällige Hohlräume werden durch entsprechend hohes Aufbringen der Dichtmasse und Überstreichen nach außen geschlossen.

  14. Videoclip: Einbau einer Balkontür – Teil 6: Abschließende Arbeiten

    Länge: 6.48 Min.
    Aufnahmeort: Wohnung in Wien
    Filmsetting: Baustellenaufnahme
    Inhalt: Anputzleisten werden am Türstock angeklebt. Danach wird mit dem Verputzen der Laibung begonnen. Das Streckmetall, das für eine gerade Kante und Fläche der verputzten Bereiche sorgt, wird eingesetzt und überputzt. Nach dem Verputzen wird der Klebestreifen der Anputzleisten abgezogen. Zwischen der Verblechung an der Außenseite unten (diese Verblechung stammt noch vom alten Türstock) und dem Türstock wird ausgeschäumt. Über diese Verblechung wird ein Z-Profil eingesetzt, danach wird diese Verblechung seitlich mit Silikon abgedichtet. Weitere kleine Hohlräume an der Außenseite zwischen Laibung und Türstock werden abgedichtet. Abschließend werden die Türflügel eingehängt und eingestellt.