Videoclip: Der Solarspeicher 1–Zonierung und Anschlußhöhen
Videoclip: Minimierung von Speicherverlusten
Videoclip: Anatomie einer Solaranlage 1–Vor- und Rücklauf, Ausdehnungsgefäß
  1. Videoclip: Der Solarspeicher – Zonierung und Anschlußhöhen

    Länge: 4.59 Min.
    Aufnahmeort: Büro AEE INTEC in Gleisdorf
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Anlagenschemas
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 3.3.1
    Inhalt: Die drei Zonen im Solarspeicher werden anhand eines Anlagenschemas erläutert: Bereitschaftsvolumen, Schaltvolumen, Solarspeichervolumen. Das Bereitschaftsvolumen im obersten Bereich des Speichers wird immer auf ausreichend hoher Temperatur gehalten, sodass hier für Warmwasser und Raumheizung entnommen werden kann. Das Schaltvolumen, das unter dem Bereitschaftsvolumen liegt, dient der Vermeidung des Taktbetriebs des konventionellen Wärmeerzeugers (Heizkessels). Kühlt das Schaltvolumen unter einen bestimmten Wert, wird der Heizkessel aktiviert und heizt das Schaltvolumen wieder auf. Das Solarspeichervolumen, das größte Volumen im unteren Bereich des Speichers, kann von der Solaranlage aufgeheizt werden. Danach wird erläutert, wo im Speicher eingespeist und entnommen wird. Der Heizkessel speist im obersten Bereich ein, Raumheizung und Warmwasserbereitung entnehmen oben (Bereitschaftsvolumen). Die Warmwasserbereitung erfolgt in dem gezeigten Schema durch ein Frischwassermodul. Der Rücklauf von diesem Modul wird im Speicher ganz unten eingeschichtet. Der Rücklauf einer Fußbodenheizung würde aufgrund der geringen Rücklauftemperatur ebenfalls ganz unten eingeschichtet, während der Rücklauf einer Radiatorenheizung aufgrund der etwas höheren Rücklauftemperatur etwas höher eingeschichtet würde. Wie kann der Planer die konkreten Anschlusshöhen festlegen? Ein Standardspeicher (wie im Einfamilienhausbereich verwendet) hat keine Schichtladelanzen, aber Anschlüsse an der Außenseite in verschiedenen Höhen. Die Höhe des Anschlusses je nach Höhe der Vor- oder Rücklauftemperatur zu wählen. Um die Planung zu erleichtern, gehen Solarfirmen vermehrt dazu über, "Pakete" bzw. Schemata anzubieten, bei denen bereits klar vorgegeben ist, wo welche Einspeisungen oder Entnahmen anzuschließen sind.

  2. Videoclip: Minimierung von Speicherverlusten

    Länge: 5.28 Min.
    Aufnahmeort: Büro AEE INTEC in Gleisdorf
    Filmsetting: Erläuterung anhand verschiedener Standbilder in Kombination mit Interviewpassagen
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 3.3.3
    Inhalt: Pufferspeicher und Warmwasserspeicher werden meist dauerhaft auf Temperatur gehalten und verlieren dadurch 24 Stunden pro Tag Wärme an ihre Umgebung. Wird bei der Speicherdämmung und der Montage der Speicheranschlüsse oder auch bei der Auswahl der Speicheranzahl nicht auf kritische Punkte geachtet, können die Speicherverluste einen essentiellen Anteil des Wärmeverbrauchs betragen. Die ersten Fehler bei der Minimierung von Wärmespeicherverlusten passieren meist bereits bei der Planung des Technikraumes. Durch die geringe Raumhöhe ist man oft gezwungen, ein Mehrspeichersystem zu installieren (diese weisen ein ungünstiges Verhältnis zwischen Oberfläche und Volumen im Gegensatz zum Einspeichersystem auf). Ein Beispiel einer Fundamentabsenkung, um einen entsprechend großen Speicher einbauen zu können, wird gezeigt. Das Verwenden der Standard-Speicherdämmung (d.h. der mit dem Speicher mitgelieferten Dämmung) ist nicht (unbedingt) zu empfehlen. Bei Hartschaumschalen kann sich zwischen dem Speicher und der Schale ein Spalt bilden, welcher zu einem Kamineffekt führt. Eine nicht ordnungsgemäß bzw. vollständig gedämmte Speicherdecke verstärkt den Kamineffekt. Zu geringe Dämmung der Speicherdecke ist auch deswegen problematisch, weil die Decke der wärmste Bereich des Speichers ist. Bei Standard-Speicherdämmungen werden Dämmungen für die Anschlüsse nicht mitgeliefert, diese müssten von Dämmfirma oder Installateur in Eigenregie angebracht werden. Es werden einige positive Beispiele für Speicherdämmungen gezeigt: lückenlose Überdämmung von Anschlüssen, Ausführung von Thermosiphonen, mehrlagiges und stoßversetztes Anbringen einer Rollendämmung, Beispiel einer Armaturendämmung (mit Alufolie kaschierte Mineralwolle als Dämmmaterial). Schüttdämmungen in einem Trockenverschlagverbau sind zu empfehlen, da innerhalb der Schalung bereits alle Anschlüsse des Speichers mitgedämmt sind. Ein Nachteil besteht hier, dass man im Falle von Wartungs- bzw. Reparaturarbeiten schwer zu den Anschlüssen kommt.

  3. Videoclip: Anatomie einer Solaranlage – Vor- und Rücklauf, Ausdehnungsgefäß

    Länge: 5.24 Min.
    Aufnahmeort: Technikraum einer Solaranlage in der Nähe von Gleisdorf
    Filmsetting: Begehung einer thermischen Solaranlage
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 3.3.9
    Inhalt: Ausgangspunkt ist der Versuch darzustellen, wie ein Experte (im konkreten Fall Johann Breidler) versuchen würde, die Solaranlage rein aus dem Augenschein (ohne Heranzuziehen zusätzlicher Unterlagen wie eines Anlagenplans) zu verstehen. Dabei werden die einzelnen Komponenten der Anlage benannt und deren Funktion besprochen. Zuerst werden die Solarleitungen (von den Kollektoren kommende und zu diesen führende mit Kautschuk gedämmte Leitungen) identifiziert, danach der Stagnationskühler und das Ausdehnungsgefäß. Da das Ausdehnungsgefäß im Rücklauf eingebaut ist, sind so Vor- und Rücklauf bei den Solarleitungen erkennbar. Der Stagnationskühler muss fallend zum Ausdehnungsgefäß hin verlegt werden. Dieser sorgt dafür, dass im Stagnationsfall das Medium (Wasser-Frostschutzgemisch) soweit abgekühlt wird, dass die Membran im Ausdehnungsgefäß nicht beschädigt wird. Nach der Abnahme der Armaturendämmung erkennt man Vor- und Rücklauf, einerseits durch die Farbgebung (rot = Vorlauf, blau = Rücklauf), andererseits dadurch, dass im Rücklauf Pumpe, Sicherheitsventil und Rückschlagklappe eingebaut sind. Die Pumpe ist deshalb im Rücklauf, um nicht hohen Temperaturen im Betrieb ausgesetzt zu sein. Es wird dann erklärt, warum das Ausdehnungsgefäß im Rücklauf eingebaut ist. Es soll im Stagnationsfall verhindert werden, dass das Medium über den gesamten Vorlauf in das Ausdehnungsgefäß strömt und so die dazwischen liegenden Komponenten einer hohen Temperatur ausgesetzt werden.