Videoclip: Anwendungen von Außenthermographie
Videoclip: Interpretationsgrenzen von Außenthermogrammen
Videoclip: Thermographie und Wärmebrückensuche (Innenthermographie)
Videoclip: Nutzen der Thermographie im Bereich der Gebäudesanierung
  1. Videoclip: Anwendungen von Außenthermographie

    Länge: 3.00 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Thermographiebildes am Computerbildschirm
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.6.20
    Inhalt: Die Einsatzzwecke von Außenthermographie werden kurz vorgestellt: Zählen der Dübel (wurden ausreichend Dübel befestigt?); Finden von Fugen; Beurteilung, ob ein Gebäude luft- oder winddicht gebaut ist (bei Anlegen von Über- oder Unterdruck). Zum Auffinden bzw. zum Beurteilen von Wärmebrücken ist Außenthermographie nicht geeignet (auch wenn dies oft fälschlicherweise so gesehen sind). Eine Thermographie-Aufnahme (Gegenüberstellung eines thermisch sanierten Altbaus und eines unsanierten Altbaus mit einer Gründerzeitfassade) wird besprochen. Es sieht so aus, als wären die neuen Fenster gleich schlecht wie die alten; dies liegt jedoch am Effekt der Abstrahlung gegen den Nachthimmel. Das Mauerwerk bei der Gründerzeitfassade ist um 2,5 Grad wärmer im Vergleich zur Fassade des sanierten Altbaus, an dem ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) angebracht wurde. Diese relativ großen Temperaturunterschiede sind jedoch aufgrund des geringeren Wärmeflusses von innen nach außen bei der gedämmten Fassade nur zum Teil erklärbar. Einen wesentlichen Anteil an diesem Effekt hat auch der Umstand, dass der Putz an der WDVS-Fassade rasch abkühlt, während in der ungedämmten Gründerzeitfassade die Wärme länger gespeichert wird.

  2. Videoclip: Interpretationsgrenzen von Außenthermogrammen

    Länge: 5.27 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Thermographiebildes am Computerbildschirm und einer Zeichnung am Flipchart
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.6.20
    Inhalt: Mit der Anwendung von Außenthermographie wird oft die falsche Erwartung verbunden, dass jene gesicherte Aussagen darüber liefern kann, an welchen Stellen ein Gebäude viel oder wenig Wärme verliert und wo daher mit Sanierungsmaßnahmen primär angesetzt werden sollte. Eine Außenthermographie misst die Oberflächentemperatur ("teures Fieberthermometer"), davon kann man aber den Wärmestrom durch ein Bauteil nicht ableiten, dazu müsste eine Wärmestrommessung gemacht werden. Ein Bild einer Außenthermographie wird gezeigt. Die manipulative Wirkung der Einstellung der Farbskala wird demonstriert (diese Skala kann so eingestellt werden, dass "alles rot" aussieht, also so aussieht, als wäre überall ein hoher Wärmestrom, oder aber auch, dass das Bild so aussieht, als fände ein nur geringer Wärmestrom nach außen statt). Es sind sehr große Temperaturunterschiede bei unterschiedlichen Außenflächen zu erkennen. Diese Temperaturunterschiede sind nicht auf unterschiedlich gedämmte Bauteile zurückzuführen, sondern auf die Strahlungsverhältnisse in der Nacht. Zum Nachthimmel exponierte Außenflächen strahlen zum kalten Nachthimmel (-50 °C ) hin ab, ohne gleichzeitig selbst relevante Wärmestrahlung zu empfangen, und kühlen deshalb deutlich ab, während die Unterseiten auskragender Bauteile nicht zum Nachthimmel abstrahlen und vom Erdboden und von Gebäudeoberflächen unter ihnen vermehrt Wärmestrahlung empfangen und deshalb wärmer sind.

  3. Videoclip: Thermographie und Wärmebrückensuche (Innenthermographie)

    Länge: 4.36 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh
    Filmsetting: Erläuterung anhand einer Zeichnung am Flipchart
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.6.20
    Inhalt: Die Bewertung eines Bauteils (Wärmebrückenwirkung, Wärmestrom) mit Thermographie kann nur von innen erfolgen (Innenthermograhie). Voraussetzungen für die thermographische Innenaufnahme mit der Aufgabe, Wärmebrücken zu finden: 1. Herstellen einer thermisch stationären Situation vor Beginn der Aufnahme: d.h. längere Zeit konstante Innentemperatur von z.B. 20 Grad herstellen, es stellen sich dann auch konstante Temperaturen an den Innenoberflächen ein. 2. Durchführen einer Wärmebrückensimulation (diese liefert rechnerische Werte für die Temperaturen an den Innenoberflächen bei bekannten Bauteilaufbauten). Dann können die Messergebnisse mit den rechnerischen Werten verglichen werden. Falls sich hier Unterschiede ergeben (wie geringere Temperatur bei der Messung), ist das ein Hinweis darauf, dass der Bauteil schlechter gedämmt ist, als er sein sollte. An den Innenoberflächen gehen Temperaturänderungen langsam vor sich, während die Temperaturänderungen außen sehr rasch sein können. Der Wärmestrom nach außen bleibt trotz starker Temperaturschwankungen an der Außenseite weitgehend konstant. Innenthermographie kann auch dazu eingesetzt werden, um lokale Fehlstellen bei der Dämmung (z.B. geringere Dämmung in einem Gefach bei Dämmung in einer Holzkonstruktion) zu erkennen. Man sieht in diesem Fall bei einer sonst homogenen Fläche einen Bereich niedrigerer Temperatur.

  4. Videoclip: Nutzen der Thermographie im Bereich der Gebäudesanierung

    Länge: 3.13 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh
    Filmsetting: Interview
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.6.20
    Inhalt: Der Einsatz von Thermographie bei thermischen Sanierungen als Entscheidungshilfe, ob eine thermische Sanierung gemacht werden soll oder nicht, ist nicht sinnvoll. Wie Bestandsgebäude gebaut wurden und dass diese in der Regel nicht wärmegedämmt sind, ist ja bekannt. Die grundsätzliche Sinnhaftigkeit einer thermischen Sanierung lässt sich besser an der Höhe der Heizkosten bzw. des Heizenergieverbrauchs einschätzen. Eine sinnvolle Messaufgabe bei Altbauten ist die Strukturanalyse, d.h. z.B. festzustellen, aus welcher Struktur das Mauerwerk besteht (Mischmauerwerk, Felssteine, oder nur kleine Ziegel eingebaut, etc.). Thermographie kann (in Kombination mit Luftdichtheitsmessungen) zur Qualitätskontrolle im Zuge von thermischen Sanierungen bzw. generell eingesetzt werden, wichtig ist allerdings in diesem Zusammenhang die Definition der jeweilige(n) Messaufgabe(n). Mögliche Messaufgaben sind: Suchen von Fugen in einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS); Feststellung, ob WDVS hinterlüftet ist; Feststellung, ob Fensterlaibungen ausreichend gedämmt sind. Diese Messaufgaben beziehen sich auf das Stadium der Ausführung oder den Zeitraum kurz danach.