Videoclip: Verklebung von Wärmedämmverbundsystemen
Videoclip: WDVS: Sockelausbildung
Videoclip: Schirmdämmung
Videoclip: Das Passivhaus in der Praxis 1–Teil 3: Wärmebrückenfreie Ausführung
Videoclip: Vergleich von Niedrigenergie- und Passivhausfenstern
Videoclip: Detail: Attika
Videoclip: Fenstereinbau 1–Sanierungsfall
Videoclip: Fenstereinbau im Sanierungsfall 1–Prinzipskizzen
Videoclip: Leichtbau-Wandelement mit Fensteranschluss
Videoclip: Varianten der Kellerdämmung
Videoclip: Dämmung der Dachschräge 1–Sanierungsfall (Prinzipskizzen)
Videoclip: Dämmung Dachschräge Modellaufbau mit Verbesserungsbedarf
  1. Videoclip: Verklebung von Wärmedämmverbundsystemen

    Länge: 6.42 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh, Fortbildungsveranstaltung in Innsbruck, Baustelle in 1140 Wien
    Filmsetting: Zeichnen am Flipchart; Erläuterung anhand einer Skizze am Bildschirm; Baustelle, auf der ein Wärmedämmverbundsystem befestigt wird
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.2.2
    Inhalt: Es wird zunächst erläutert, welche Probleme bzw. Schadensbilder entstehen können, wenn ein Wärmedämmverbundsystem mangelhaft angebracht wird. Bei mangelhaft verklebtem Wärmedämmverbundsystem kann es zur Hinterströmung der Wärmedämmung kommen, wodurch die Dämmwirkung reduziert wird und auch Kondensatausfall möglich ist. Die Randwulst-Punkt Methode zur Verklebung der Dämmplatten ist eine Methode, um das Hinterströmen der Dämmung zu verhindern. Diese Methode wird anhand eines Bildes erläutert, wobei auch bereits die vollflächige Verklebung mit Hilfe einer Zahnspachtel erwähnt wird. Anschließend sieht man das Bestreichen einer Dämmplatte mit Kleber (Baustellenaufnahme) und es wird die Frage gestellt, ob in diesem Fall der Kleber fachgerecht aufgebracht wurde. Daraufhin wird erläutert, dass in diesem Fall nicht ausreichend Klebemörtel aufgebracht wurde. Bei Anwendung der Randwulst-Punkt Methode kommt es häufig zu mangelhaften Ausführungen. Eine vollflächige Verklebung ist dort, wo es möglich ist (ebener Untergrund), vorzuziehen.

  2. Videoclip: WDVS: Sockelausbildung

    Länge: 6.23 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh
    Filmsetting: Erläuterung anhand einer Skizze am Flipchart
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.2.1
    Inhalt: Im Bereich des Sockels, d.h. dem Übergang zwischen Fundamentplatte und aufgehendem Mauerwerk, sind verschiedene Punkte zu beachten, um einen ausreichenden Wärme- und Feuchteschutz zu erreichen. Hinsichtlich Wärmeschutz bzw. Bauschadensfreiheit ist insbesondere zu beachten, dass im Eckbereich innen die Temperatur ausreichend hoch bleibt, sodass es hier nicht zu Schimmelbildung kommt. Kritische Punkte: Die Perimeterdämmung muss in den Glasschaumschotter ausreichend eingebunden sein, um hier eine Fugenbildung zu vermeiden. Der Anschluss des Sockels an das Wärmedämmverbundsystem (entlang der Außenmauer) ist fugenfrei auszuführen. Eine Fuge erhöht hier den Wärmeabfluss und kann auch dazu führen, dass das Wärmedämmverbundsystem hinterströmt wird, falls dieses nicht ausreichend sorgfältig verklebt ist (siehe auch Film "Verklebung von Wärmedämmverbundsystemen"). Früher wurden häufig Sockeltragprofile aus Metall unter die Dämmung am aufgehenden Mauerwerk montiert, um einen geraden, sauberen Abschluss der Dämmung zu erreichen. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit des Metalls kommt es zu einer entsprechend starken Wärmebrückenwirkung. Der Einbau eines derartigen metallischen Sockeltragprofils ist allerdings aus statischen Gründen nicht notwendig, da sich die Wärmedämmverbund-Fassade durch die Verklebung und Verdübelung selbst hält. Zu empfehlen ist der Einsatz eines Kunststoffprofils mit Gewebe, das eingespachtelt wird und einen sauberen Kantenabschluss ermöglicht. Für den Feuchtigkeitsschutz ist hinter der Perimeterdämmung eine Feuchtigkeitsabdichtung anzubringen.

  3. Videoclip: Schirmdämmung

    Länge: 5.28 Min.
    Aufnahmeort: Büro energieautark consulting gmbh
    Filmsetting: Erläuterung anhand einer Skizze am Flipchart
    Inhalt: Bei einer senkrechten Perimeterdämmung sollte man die Dämmung bis unter die Frosttiefe ziehen (diese liegt bei 80-100 cm unter Niveau). Falls diese Tiefe nicht erreicht werden kann, um sich Grabungsarbeiten und/oder statische Probleme (bei Grabung unter das Fundamentniveau) zu ersparen, und keine Dämmung unter der Bodenplatte verlegt wird, ist eine Schirmdämmung anzubringen. Bei einer Schirmdämmung wird im Anschluss an den senkrechten Abschnitt der Perimeterdämmung noch ein horizontaler oder leicht geneigter Dämmstreifen verlegt. Eine Schirmdämmung ist so zu dimensionieren, dass es im Eckbereich unter der Dämmung der Bodenplatte innen (falls keine Dämmung unter der Bodenplatte verlegt ist, wird die Bodenplatte innen gedämmt) nicht zur Schimmelbildung kommt bzw. dass zumindest Tauwasserfreiheit erreicht wird. Die genaue Auslegung ist nur mit Hilfe einer Wärmebrückensimulation möglich. Eine Schirmdämmung kann sowohl im Bereich der Sanierung als auch im Neubau zum Einsatz kommen. Bei Neubauten kommt es vor, dass aus Kostengründen auf eine Dämmung unter der Bodenplatte verzichtet wird.

  4. Videoclip: Das Passivhaus in der Praxis – Teil 3: Wärmebrückenfreie Ausführung

    Länge: 9.12 Min.
    Aufnahmeort: Büro Schöberl&Pöll GmbH
    Filmsetting: Vortrag (bzw. Simulation eines Vortrags) für die Örtliche Bauaufsicht
    Inhalt: Mehrere Beispiele für Details im Zusammenhang mit Minimierung von Wärmebrücken werden erläutert: Kellerdecke zu Tiefgarage: Hier ist eine Kragendämmung entlang von Kellerwänden, die die durchgehende Wärmedämmung an der Unterseite der Kellerdecke unterbrechen, anzubringen. Ein kritischer Punkt ist die Befestigung von Metallteilen, die die Dämmebene durchdringen. Diese Metallteile müssen thermisch entkoppelt werden. Zwei Produkte für diese thermische Entkopplung werden gezeigt: Purenit (Recyclingkunststoff), Compacfoam (zusammengepresstes Styropor, gibt es in verschiedenen Festigkeitsklassen). Empfohlen wird 4 cm Dämmstoffdicke für eine ausreichende thermische Entkopplung. Ein Kemper-Ventil ist eine (in der Regel) frostsichere Armatur, da hier das Ventil weiter hinten abgedreht wird und das Wasser davor abfließen kann. Wird ein derartiges Ventil in ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder eine gedämmte Vorsatzschale (bei einem Holzbau) eingebaut, kann es dennoch zu Einfrieren des Wassers kommen, da die metallische Armatur gut wärmeleitend ist. Lösungen bestehen darin, das Kemper-Ventil in die tragende Wand hineinzusetzen (im Fall eines WDVS) oder im Fall, dass das Ventil in einer Vorsatzschale sitzt, etwas Dämmung (ca. 0,5 m2 ) rundherum zu entfernen, damit der Bereich um das Ventil wärmer bleibt. Für kleinere Gegenstände, die an der Fassade befestigt werden sollen, wie beispielsweise Lampen, gibt es kompakte Würfel, die in einem WDVS eingesetzt werden können. Für diese Würfel wird in WDVS ein entsprechender Bereich ausgeschnitten und der Würfel eingeklebt. Zur Befestigung seitlicher Führungsschienen bei Sonnenschutz (Raffstore) können speziell dafür entwickelte Rondellen eingesetzt werden. Ein entsprechender Bereich im WDVS wird ausgefräst, die Rondelle angeklebt, darüber genetzt und die Führungsschiene angeschraubt.

  5. Videoclip: Vergleich von Niedrigenergie- und Passivhausfenstern

    Länge: 3.06 Min.
    Aufnahmeort: Büro Schöberl&Pöll GmbH
    Filmsetting: Erläuterung anhand von Fenstermodellen
    Inhalt: Anhand von Modellen eines Niedrigenergiehaus- und eines Passivhausfensters werden deren Unterschiede erläutert. Die wesentlichen Unterschiede: Der Rahmen beim Niedrigenergiehausfenster ist nicht gedämmt, während er beim Passivhausfenster gedämmt ist. (Es werden diesbezüglich zwei Varianten der Dämmung des Fensterrahmens gezeigt.) Ein Niedrigenergiehausfenster hat zwei Dichtungsebenen, während das Passivhausfenster drei Dichtungsebenen aufweist. Bezüglich der Qualität der Verglasung hat das Niedrigenergiehausfenster aufgeholt, auch hier wird bereits in der Regel eine Drei-Scheibenverglasung eingesetzt. Passivhausfenster kosten um etwa 30% mehr als Niedrigenergiehausfenster.

  6. Videoclip: Detail: Attika

    Länge: 5.07 Min.
    Aufnahmeort: Büro Schöberl&Pöll GmbH
    Filmsetting: Erläuterung anhand einer Skizze aus dem "Baumeisterhandbuch"
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.6.1
    Inhalt: Bei einer Attika kann die Dämmung beim Anschluss Außenwand an Flachdach nicht durchgängig durchgezogen werden, da hier eine Tragkonstruktion für einen Rost benötigt wird. Durchbetonieren von der Stahlbetondecke zum Betonrost wäre die Variante mit der größten Wärmebrückenwirkung. Zwei Varianten zur Verringerung/Vermeidung der Wärmebrückenwirkung werden vorgestellt: Ziegel mit Perlite-Füllung zwischen Stahlbetondecke und Betonrost 3-schichtige Massivholzplatte, die entlang von Mauerwerk und Decke befestigt und bis zum Rand der Attika hochgezogen wird Besprochen werden weiters die durch Kies geschützte Feuchteabdichtung und die Lage der luftdichten Ebene. Die Unterseite der Stahlbetondecke und der Innenputz der Ziegelwand bilden die luftdichte Ebene. Wichtig ist die Herstellung eines luftdichten Anschlusses zwischen Ziegelwand und Stahlbeton sowie der Einsatz von luftdichten Steckdosen im Bereich der Außenwand. Eine XPS-Dämmplatte kann als Schutz der Feuchteabdichtung vor UV-Strahlung eingesetzt werden. Falls keine Dämmplatte eingesetzt wird, ist eine beschieferte Feuchteabdichtung zu verwenden.

  7. Videoclip: Fenstereinbau – Sanierungsfall

    Länge: 9.06 Min.
    Aufnahmeort: Wien Energie Haus
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Modellaufbaus
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.2.5, 2.9.9
    Inhalt: Während das alte Fenster in der Regel in der Mitte der Außenwand gelegen ist, ist im Sanierungsfall zu empfehlen, das neue Fenster an die Außenkante der Außenwand zu setzen. So kann auch der Fensterrahmen überdämmt werden. Für die Abdichtung (Luftdichtheit) wird im gezeigten Modell Rundschnur und Dichtmasse verwendet. Durch Verwendung der Rundschnur kann erreicht werden, dass die Verbindung Dichtstoff zu Wand bzw. Fenster nicht abreißt. Alternativ zu Dichtstoff und Rundschnur können auch Klebebänder zum Herstellen ausreichender Luftdichtheit eingesetzt werden. Damit die Dichtstoffe oder Klebebänder ausreichend haften, sollte der Anschlussbereich mit einem Glattstrich versehen sein. Anputzleisten ermöglichen einen sauberen Anschluss des Putzes und geben durch das eingearbeitete Gewebeband dem Putz Festigkeit. Die Schlagregensicherheit zwischen Fenster und Wärmedämmung wird durch ein Kompriband hergestellt. Für den schlagregendichten Einbau der Fensterbank wird auf verfügbare Anleitungen im Internet verwiesen. Die Frage, ob das Fenster auch noch weiter vor (d.h. in die Dämmebene) gesetzt werden könnte, wird besprochen. Dies ist erst bei sehr hohen Dämmstoffdicken (> 20 cm) zu überlegen. In diesem Fall bräuchte man einen Blindrahmen für die Montage. Bei großen Dämmstoffdicken ist ein Abschrägen der Dämmung entlang der Laibung zur Erhöhung des Lichteinfalls zu empfehlen.

  8. Videoclip: Fenstereinbau im Sanierungsfall – Prinzipskizzen

    Länge: 7.19 Min.
    Aufnahmeort: Wien Energie Haus
    Filmsetting: Erläuterung anhand von Prinzipskizzen
    Bezug auf den Gewerkeraster: Kap. 2.9.9
    Inhalt: Der Fenstereinbau im Sanierungsfall, der auch bereits anhand eines Modells erklärt wurde (siehe Film Fenstereinbau – Sanierungsfall), wird anhand von Prinzipskizzen erläutert. Es werden zwei Fälle unterschieden: Abdichten mit Luftdichtheitsbändern, Abdichten mit Dichtmasse und Rundschnur. Zur Verbesserung des Lichteinfalls wird ein Abschrägen oder Abstufen (bei zweilagiger Dämmung) der Laibung empfohlen. Eine an der Donau-Universität Krems erstellte Masterarbeit hat gezeigt, dass durch das Abschrägen oder Abstufen der Laibung kein relevanter Wärmebrückeneffekt entsteht. Wenn ein Sonnenschutz vorgesehen wird und auch abgeschrägt bzw. abgestuft wird, ist der Sonnenschutz entsprechend höher zu montieren, rund um dem Sonnenschutz ist der Einsatz von Vakuumdämmplatten zu empfehlen. Der Sinn der Verwendung einer Rundschnur im Fall der Kombination Dichtmasse/Rundschnur wird erläutert. Würde die Dichtmasse ohne Rundschnur eingebracht, entstünde ein rechtwinkliger Querschnitt der Dichtmasse, was dazu führen könnte, dass die Dichtmasse an der schwächsten Stelle (dort, wo sie anklebt) abrisse. Durch Einlegen einer Rundschnur ist der Querschnitt der Dichtmasse in der Mitte am geringsten, die Dichtmasse wird sich hier bewegen, während eine größere Anwirkfläche der Dichtmasse an Putz und Fensterrahmen für eine stabilere Verbindung sorgt.

  9. Videoclip: Leichtbau-Wandelement mit Fensteranschluss

    Länge: 9.53 Min.
    Aufnahmeort: Wien Energie Haus
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Modellaufbaus
    Inhalt: Das Modell einer Leichtbauwand (Holzriegelkonstruktion) mit einem Fensteranschluss in passivhaustauglicher Ausführung wird erläutert. Der Schichtaufbau von innen nach außen ist folgendermaßen: Gipskartonplatte, Holzwolle-Leichtbauplatte als Installationsebene, OSB-Platte (Luftdichtheitsebene), 42 cm Zellulosedämmung, MDF-Platte (Mitteldichte Faserplatte), Lattung (Hinterlüftungsebene), Holzfassade. Vorteile der hinterlüfteten Konstruktion sind, dass Feuchtigkeit konvektiv abtransportiert werden kann und im Zwischenraum eine gemäßigtere Temperatur herrscht, wodurch Temperaturspannungen reduziert werden. Leichtbaukonstruktionen müssen aber nicht notwendigerweise hinterlüftet sein. Zum Fenster hin ist das Wandelement mit Holzbox-Trägern (teilweise mit Holzfaserdämmung gedämmt) abgeschlossen, der Fensterrahmen ist ebenfalls mit Holzfaserdämmstoff überdämmt. Das Fenster ist mit Klebebändern luftdicht angeschlossen, die Fuge zwischen Fensterrahmen und Wandelement ist mit einem Baumwollzopf ausgefüllt. In die Holzriegelkonstruktion können verschiedene Dämmstoffe eingebracht werden: Zellulose, fasrige Dämmstoffe wie Mineralwolle, Flachs oder Hanf, Schafwolle, Holzfaserdämmstoffe, Stroh. Bei Stroh ist zu beachten, dass dieses Material eine höhere Wärmeleitfähigkeit als andere Dämmstoffe aufweist, weshalb die Konstruktion dicker auszuführen ist. Der Einsatz von EPS in der Holzriegelkonstruktion ist nicht zu empfehlen; die EPS-Platten müssten eingeschnitten sein, um Fugenbildung zu vermeiden. Aspekte des Brandschutzes bei Leichtbaukonstruktionen werden erörtert. Im Ein- und Zweifamilienhaus können Brandschutzanforderungen durch Putz oder Gipskartonplatten erfüllt werden, für Hochhäuser (ab 21 m) dürfen nur nicht-brennbare Materialien eingesetzt werden. Bei Gebäuden dazwischen gibt es je nach Bauordnung unterschiedliche Vorgaben. Eine Möglichkeit, Brandschutzanforderungen einzuhalten, ist ein dickeres Ausführen der Holzkonstruktion (in 30 Minuten brennt eine etwa 1,8 cm dicke Holzschicht ab). Es gibt auch Beispiele von Gebäuden, bei denen vorgefertigte Fassadenelemente, in die Fenster integriert sind, bestehenden Massivwänden vorgesetzt werden.

  10. Videoclip: Varianten der Kellerdämmung

    Länge: 4.42 Min.
    Aufnahmeort: Wien Energie Haus
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Modellaufbaus
    Inhalt: Zwei Varianten der Dämmung eines beheizten Kellers werden erläutert: 1. Dämmung innen auf der Bodenplatte und entlang der Außenwand bis zur Fundamentunterkante (Perimeterdämmung); 2. Umlaufende Dämmung (Außenwand, unter der Bodenplatte). Die erste Variante ist nicht wärmebrückenfrei. Keller im Bestand haben bisweilen eine geringe Raumhöhe, daher kann es hier sinnvoll sein, die (meist dünne) Bodenplatte abzugraben, um Platz für eine Wärmedämmung zu schaffen. Es sollte aber nicht unter die Fundamentunterkante abgegraben werden. Wenn der Keller nicht beheizt werden soll, kann die Kellerdecke auf der Unterseite gedämmt werden. Es gibt Dämmsysteme, bei denen die Dämmplatten einfach angedübelt werden. Zu beachten ist, dass im Keller entlang der Außenwand auch eine Hals- bzw. Kragendämmung (40-50 cm nach unten) montiert werden soll, um die Wärmebrückenwirkung zu reduzieren.

  11. Videoclip: Dämmung der Dachschräge – Sanierungsfall (Prinzipskizzen)

    Länge: 10.24 Min.
    Aufnahmeort: Wien Energie Haus
    Filmsetting: Erläuterung anhand von Prinzipskizzen
    Inhalt: Im Sanierungsfall kann die Dämmung als Aufsparrendämmung oder als Zwischensparrendämmung (auf der Innenseite) ausgeführt werden. Beide Varianten werden anhand von Prinzipskizzen (Darstellung des Schichtaufbaus) dargestellt und erläutert. Wenn ein ausgebautes Dachgeschoß vorhanden ist, das eventuell auch bewohnt wird, ist die Aufsparrendämmung eine sinnvolle Option, insbesondere dann, wenn die Dachhaut ohnehin saniert werden soll. Zuerst wird in diesem Fall der Bereich zwischen den existierenden Sparren ausgedämmt: auf einer dünnen Dämmschicht, welche Nägel abdeckt, die in den Sparrenbereich hineinragen können, und auch als Installationsebene geeignet ist, wird eine Dampfbremse verlegt; dann wird der restliche Raum zwischen den Sparren gedämmt. Darüber wird die eigentliche Aufsparrendämmung montiert, zu diesem Zweck kann eine Schalung auf den Sparren befestigt werden oder es wird eine durchtrittfeste Aufsparrendämmung verwendet. Durch eine Aufsparrendämmung können U-Werte von unter 0,1 W/m2 K im Sanierungsfall erreicht werden. Eine statische Überprüfung der Dachkonstruktion durch einen Zimmerer ist vor Ausführung einer Aufsparrendämmung zu empfehlen. Im Fall einer Zwischensparrendämmung ist zunächst seitlich an den Sparren unterhalb der bestehenden Dachlattung eine zusätzliche Lattung vorzusehen, an der eine Unterspannbahn nachträglich fixiert werden kann. Für das Anbringen der Dämmung gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Es wird ein Hohlraum hergestellt, in den Zellulosedämmung eingeblasen werden kann. Für die Herstellung des Hohlraums wird entlang der Sparren ein Staffelholz angeschraubt, das zur Befestigung der Dampfbremse bzw. einer Kombination aus OSB-Platte und Dampfbremse dient. 2. Die Dämmung wird mehrlagig verlegt: eine Lage zwischen den Sparren, eine zweite Lage quer dazu unterhalb. Unter der Dämmung ist auch in diesem Fall eine Dampfbremse zu befestigen. Unterhalb der Dampfbremse sieht der Schichtaufbau folgendermaßen aus: Gipskartonplatte (aus Brandschutzgründen), Lattung oder C-Profile (dadurch entsteht eine Installationsebene, die auch mit Dämmstoff ausgefüllt werden kann), raumabschließende Beplankung. Insgesamt sollte eine Dämmstoffdicke von 30 bis 40 cm erreicht werden.

  12. Videoclip: Dämmung Dachschräge Modellaufbau mit Verbesserungsbedarf

    Länge: 10.35 Min.
    Aufnahmeort: Wien Energie Haus
    Filmsetting: Erläuterung anhand eines Modellaufbaus
    Inhalt: Anhand eines Modells der Dämmung einer Dachschräge, das allerdings nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht, werden verschiedene Aspekte der Dämmung im Dachbereich besprochen. Im Modell befindet sich oberhalb der Dämmung eine Hinterlüftungsebene. Dadurch kann aber Wind eindringen und die Dämmwirkung verringert werden. Diese Hinterlüftungsebene wurde früher deshalb gebaut, um ein Abtransportieren von Feuchtigkeit, die eventuell in die Dämmung eindringt, zu ermöglichen, da ein weiteres Ausdiffundieren durch die Unterspannbahn nicht möglich war, die damals noch nicht ausreichend diffusionsoffen hergestellt werden konnte. Früher wurden allerdings auch Dampfbrems- bzw. Luftdichtheitsfolien nicht oder weniger sorgfältig abgeklebt (insb. Verbindung der Folie mit der Außenwand). Im Gegensatz dazu wird heute der gesamte Sparrenbereich ausgedämmt bei nach außen/oben hin diffusionsoffenem Aufbau. Diese diffusionsoffene Unterspannbahn ist auch die zweite Dichtungsebene (nach der Dachhaut). Die Dampfbremse ist auf der Innenseite anzubringen und sorgfältig mit dem Mauerwerk zu verbinden. Feuchteadaptive Dampfbremsen sind günstig, dadurch kann im Sommer gegebenenfalls Feuchtigkeit aus der Dämmung in den Raum abgeführt werden, während im Winter die dampfbremsende Wirkung gegeben ist und das Eindringen von Wasserdampf von der Rauminnenseite in die Dämmung gebremst wird.